20. September 2014 Bandung – Cipanas

Unser Fahrer Dani holte uns pünktlich um 8 Uhr am Hotel in Bandung ab, um mit uns in das nahegelegene kleine Dörfchen Leles zu fahren. Auf dem Weg dorthin passierten wir bereits malerische Landschaften mit den obligatorischen Reisfeldern, die uns noch häufig begegnen sollten.

In Leles angekommen trafen wir unseren Guide Budi. Er brachte uns zunächst per Doka (Pferdewagen) und dann per Floß zu einer kleinen Halbinsel im See, auf der sowohl ein hinduistischer Tempel als auch eine muslimische Grabstätte friedlich nebeneinander existieren.

Interessant war auch die Geschichte des dazugehörigen Dorfes, in dem nicht mehr als sechs Familien leben dürfen und die Häuser jeweils an die älteste Tochter vererbt werden. Die Söhne müssen die Halbinsel verlassen, sobald sie heiraten.

Zum Mittag wurde uns die große Ehre zuteil, mit Budi und seiner Familie essen zu dürfen. Wir wurden in seinem einfachen Heim traditionell und unfassbar liebenswert bewirtet. Wir sind uns immer noch nicht ganz sicher, ob wir alle Höflichkeitsregeln ordentlich eingehalten haben – aber ganz schlecht können wir uns auch nicht angestellt haben, da Budis Frau uns zum Abschied Süßigkeiten schenkte und auf ein Foto mit uns bestand.

Ein weiteres Highlight des Tages war der Kinderwettbewerb in Pencak Silat, an dem wir zuschauen durften. Dazu benötigte Norbert zunächst die typische Kopfbedeckung, die Budi ihm ordentlich um den Kopf band. Außerdem kauften wir haufenweise “teure” Süßigkeiten (umgerechnet zusammen ganze drei Euro), womit wir den Kids eine echte Freude bereiteten. Es war sehr faszinierend, den Kindern zuzusehen, wie sie die präzisen Bewegungen zur trommelnden Musik in Perfektion durchführten. Irgendwie hatten wir aber leider auch das Gefühl, den talentierten kleinen Jungs mit unserem ungewöhnlichen Aussehen ein wenig die Show zu stehlen.

Anschließend brachte uns Budi zum Vulkan Pandandayan. Unser Glück war uns hold, denn die Straße zum Ausgangspunkt der Wanderung wurde nach einem Ausbruch erst kürzlich wieder eröffnet, so dass die Besteigung des Vulkans überhaupt wieder möglich war. Der eigentliche Aufstieg war anstrengend – aber der Blick in die vielen kleinen und den großen Krater war jede Mühe wert.

Den Abend verbrachten wir dann nach einem herzlichen Abschied von Budi in einem sehr schicken Hotel in Cipanas nahe der Stadt Garut.

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