24. September 2014: Wonosobo – Yogyakarta

Nach einem sehr reichhaltigen Frühstück im beeindruckenden Saal des Grand Hotels “Kresna” fuhren wir mit Dani auf das Dieng Plateau.
Leider hatten wir am Abend zuvor keinen Bargeldautomaten gefunden, der unsere Kreditkarte akzeptieren wollte, so dass unsere Reserven an Rupien mächtig dezimiert waren. Es ist schon ein seltsames Gefühl, die Kosten so sehr im Blick haben zu müssen, wenn man sonst das Geld mit vollen Händen ausgeben kann, weil alles so unfassbar günstig ist. Zumindest würde es nicht für einen Guide auf dem Gelände der Tempel reichen, dachten wir uns. Daher schlossen wir uns zwei niederländischen Herren an, um etwas Bargeld zu sparen. Dani lieh uns sogar noch 200.000 Rupien – für alle Fälle. Irgendwie war das schon unangenehm – aber irgendwie auch herzerwärmend. So konnten wir uns aber ohne Probleme an den Kosten für den Guide beteiligen.
Die Tour durch das Plateau war sehr beeindruckend und zeigte uns alte Tempel, kleine blubbernde Vulkankrater und einen giftgrünen Schwefelsee.

Den Nachmittag verbrachten wir im Auto auf der Fahrt nach Yogyakarta, wo wir uns leider schon von Dani verabschieden mussten. Beate musste sich sogar die eine oder andere Träne verkneifen, weil sie ihn so sehr in ihr Herz geschlossen hatte. Er erzählte uns, dass er nun elf Stunden am Stück zurück nach Jakarta fahren würde. Wir hofften inständig, dass er das tat, weil er so schnell wie möglich zurück zu seiner Frau wollte und nicht, weil die Firma das so von ihm verlangte.
Da der Tag noch recht jung war, wollten wir die berühmte Einkaufsstraße “Malioboro Street” von “Yogya” erkunden. Zu Fuß. Eine dämlichere Idee hätten wir nicht haben können. Indonesische Städte sind nun mal nicht für Fußgänger gebaut. Es gibt keine Bürgersteige oder Ampelphasen, die das Überqueren von mehrspurigen Straßen ermöglichen. Zweiradfahrer mogeln sich überall durch und solche Sachen wie “Abstand halten” sind einfach völlig unbekannt.
Dennoch kamen wir heil an unserem Ziel an und nachdem wir die enttäuschende Shoppingmeile abgelaufen waren, stellten wir fest, dass es nichts anderes zu sehen gab, als einen Billig-Souvenir-Laden und -Stand nach dem anderen. Jeder einzelne hatte exakt das gleiche Sortiment vorzuweisen. Also beschlossen wir, ins Hotel zurückzukehren – stilecht und weil es uns sicherer erschien – in einer Kutsche.

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