25. September 2014: Yogyakarta

Früh am Morgen fuhren wir mit drei anderen Touristen (Niederländer: Ilona, Eddi und ein älterer Herr) raus aus dem Moloch Yogyakarta. Auf dem Land trafen wir unseren Guide für den Tag und bestaunten ungläubig die Fahrräder, die wir diesen Vormittag nutzen sollten. Norbert hatte Glück und bekam ein halbwegs modernes Mountainbike – meines aber kam in Gestalt eines alten, rostigen “Fiets” daher, das schon beim bloßen Anblick auseinander zu fallen drohte.
Aber wenn man so eine Bike-Tour macht, dann bitte auch schön stilecht, wie es die Einheimischen tun. Auf der Tour konnten wir die Dorfbewohner bei ihren täglichen Aufgaben beobachten: Rohrzucker kochen, Tofu herstellen und töpfern. Anschließend besuchten wir den lokalen Markt und staunten über die vielen Stände mit all den leckeren und spannenden Dingen.

Das Highlight des Tages war ohne Frage die Besichtigung des Borobodur Tempels. Dieser größte hinduistische Tempel Indonesiens dient heute aber auf Grund der Islamisierung des Landes nur noch ausländischen Pilgern als Ziel. Geht man alle sieben Etagen im Uhrzeigersinn ab, legt man insgesamt fünf Kilometer zurück und hat angeblich den Weg ins Nirwana geschafft. Aufgrund der sehr hohen Temperaturen und der vorangegangenen Strapazen auf den Fahrrädern ersparten wir uns diesen Weg und nahmen direkt die Treppen, um die Etagen zu erklimmen und die Aussicht zu genießen. Trotz vieler anderer Touristen glaubten wir, eine Art Ruhe und Gelassenheit zu spüren, die vom Tempel ausging.

Negativ fiel allerdings die aufdringliche Art der Souvenirhändler am Ausgang des Tempelgeländes auf. Man lief uns hinterher, wies uns mehrmals darauf hin, wie unglaublich günstig Postkarten und Magnete wären, einige stellten sich uns sogar in den Weg und versuchten, uns so aufzuhalten. Diese Begegnungen waren mehr als verstörend… waren doch alle Indonesier – auch die Händler – bisher sehr zurückhaltend, freundlich und vor allem zurückhaltend.

Die Hitze des Tages schüttelten wir, in Yogyakarta wieder angekommen, im Pool des wunderschönen Garden Hotels ab. Abends ließen wir es uns bei einem Milchshake richtig gut gehen. Frische Milch ist außerhalb der großen Städte Indonesiens ein Luxuslebensmittel und kaum zu bekommen.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s