27. September 2014 Sukuh – Malang

Der Fußweg von Sukuh nach Tawangmangu dauert laut Wegbeschreibung zwei Stunden. Das schreckte uns natürlich nicht ab und so wurden wir nach einem kurzen Besuch im Sukuh Tempel (auch erotischer Tempel genannt) mit traumhaften Berglandschaften, Gemüsegärten an den Hängen und vielen freundlichen Grüßen der Dorfbewohner belohnt.

In Tawangmangu angekommen glaubten wir, am Parkplatz den angepriesenen Wasserfall vorzufinden. Weit gefehlt. Für ein paar tausend Rupien Eintritt erlaubte man uns, ein parkähnliches Areal zu betreten und den wohldefinierten Wegen weiter bergauf und bergab zu folgen. Nach einer Weile erblickten wir tatsächlich einen ungewöhnlich hohen Wasserfall. Da aber die Trockenzeit schon einige Monate anhielt, plätscherte das Wasser nur ein wenig von den Felsen. Viel interessanter fanden wir den Makaken, der sehr geschickt die Frucht knackte, die wir aus Sumatra mitgebracht hatten.
Da wir brave Touristen sind, folgten wir anschließend natürlich den “Exit”-Schildern, die uns immer weiter bergauf und schließlich zum Ausgang führten. Leider zum falschen. Irgendwie hatten wir die Hoffnung, unser Fahrer würde dort am Parkplatz auf uns warten. Also schlugen wir uns durch die obligatorischen TouriShops zum offiziellen Parkplatz. Dort fanden wir aber keine Spur des Fahrers. Unsere letzte Idee war, durch den Park zu dem Eingang zurückzulaufen, durch den wir ihn betreten hatten. Kaum hatten wir uns unauffällig an den Einlasskontrollen vorbei geschummelt (so gut das als einzige Langnasen weit und breit nun mal geht), lief uns einer der Parkwächter hinterher und teilte uns in halbwegs verständlichem Englisch mit, dass wir doch bitte bei ihm warten sollten. Unser Fahrer hatte mittlerweile am zweiten Eingang angerufen und nach uns gefragt. Nach einer Weile fuhr er dann auch tatsächlich vor und wir waren sehr froh, ihn wieder zu sehen. Die Erleichterung muss uns im Gesicht gestanden haben denn für ihn war alles “No problem. OK”.
Nach so viel Aufregung machte es uns gar nichts aus, die achtstündige Fahrt nach Malang einfach zu genießen und die Landschaft an uns vorbeiziehen zu lassen.

Am Abend suchten wir uns ein kleines gemütliches Restaurant, das anscheinend von jungen Leuten betrieben wurde. Da auf der Speisekarte keinerlei Schärfegrade verzeichnet waren, bestellten wir einfach ein Chicken BBQ mit Reis. Hörte sich lecker an. War es auch. Dennoch konnte Beate nur wenige Löffel davon essen. Man rechnete wohl nicht mit Touristen, die keine Schärfe gewöhnt sind. Als Trost gab es einen wunderbaren Nachtisch (Oreokekse, Quark und Bananen), der in Form eines Blumentopfes daher kam. Wie wundervoll es ist, in Lokalen zu essen, die nicht extra für Touristen existieren, wurde uns an diesem Abend wieder bewusst. Der Unterschied zu den Mittagslokalen, die von der Reiseagentur ausgesucht wurden, war enorm. Natürlich schmeckte es überall lecker und die Bedienungen waren immer freundlich und zuvorkommend – aber den unglaublichen Charme einheimischer Lokale spürte man dort eben selten.

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