Nachwort – Indonesien 2014

Unsere erste Reise nach Asien – was waren wir zu Beginn aufgeregt! Werden wir uns in der fremden Kultur zurechtfinden? Wird die Organisation klappen? Aber schon am ersten Tag begegneten uns freundliche und hilfsbereite Menschen. Uns erwartete sogar ein Willkommensbrief unseres Reiseveranstalters www.erlebe-indonesien.de. Die Entscheidung, eine solche Reise zwar pauschal aber mit Bausteinen zu buchen war goldrichtig und auf den Veranstalter war jederzeit Verlass. Sogar der auf Flores vergessene eReader wurde uns nachgeschickt.
Auf Sumatra und Java verbrachten wir viel Zeit mit den unterschiedlichsten Leuten. Ausnahmslos alle – Fahrer, regionale Guides, Hotelpersonal und Bedienungen in den Restaurants – gaben uns das ehrliche Gefühl willkommen zu sein. Einzig in den besonders touristischen Ecken auf Bali hatten wir den befremdlichen Eindruck, die sonst so herzliche Freundlichkeit wäre größtenteils einstudiert.
Freundlich waren auch all die vielen Indonesier und anderen Asiaten, die sich so gern mit uns fotografieren lassen wollten. Zu Beginn unserer Reise waren wir selbst eine Touristenattraktion und eine begehrtes Foto-Objekt. Norbert verursachte einige Male schüchternes Kichern und Tuscheln bei reisenden Mädchengruppen. Je mehr aber unsere Haut durch die Sonne gebräunt
wurde, desto mehr versiegte das Interesse an uns.

Foto-Objekte

Foto-Objekte

Obwohl Indonesien ein sehr armes Land ist und die Schere zwischen arm und reich sehr weit auseinander klafft sahen wir nur sehr sehr selten bettelnde Menschen. Selbst in der größten Not und Armut strengten sich die Leute an, um sich ein wenig Geld zu verdienen. Üblich waren zum Beispiel junge Männer, die parkende Autos zurück in den fließenden Verkehr lotsten. In unseren Augen war dieser Job sogar lebensgefährlich. Aber auch alte und gebrechliche Menschen bettelten nicht nach Almosen. Stattdessen passten sie an Kurven auf und regelten mit Gesten den Verkehr, wenn die Gefahr bestand, dass sich auf zu engen Kurven zu große Vehikel treffen. Liebevoll nannte Beate sie auch „die Kurvenaufpasser“.

Die relative Armut des Landes spiegelte sich auch im Essensangebot wieder. Entweder gab es „teures“ und fancy Touristenfutter mit viel Deko und reichlich Auswahl oder auf der Karte stand „Chicken and Rice“ – eventuell noch „Fried Noodles“.

Symbolbild - Chicken and Rice

Symbolbild – Chicken and Rice

Egal wohin uns unser Weg führte – große Städte oder kleine Dörfer – es hatte immer den Anschein, dass die Menschen unterschiedlichster Religionen und Weltanschauungen friedlich zusammen leben. Tempel und Moscheen lagen direkt nebeneinander und Feste wurden gemeinsam gefeiert.

Symbolbild - Tempel und Moschee

Symbolbild – Tempel und Moschee

Wie schön könnte unsere Welt sein, wenn es überall so friedlich wäre.

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