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Disneyland Deluxe – Der Fast Pass

Ich liebe meine Patenkinder. Ich liebe sie so sehr, dass ich mit Ihnen ins Disneyland Paris fahre… und das mit allem Luxus den es dort für Geld zu erwerben gibt. Mit dem Neffen hatten wir diesen Trip schon vor einigen Jahren unternommen und die “Fehler” von damals wollten wir dieses Mal mit den drei kleinen Mädchen (11, 8 und 7 Jahre alt) nicht wiederholen:

  • 3 Tage sind besser als 1 Tag (der bei weitem nicht ausreicht für beide Parks)
  • Mehr Kinder = mehr Spaß
  • Der Disney-Shuttle-Bus vom Flughafen verhindert planloses herumirren in Paris
  • Der Fast Pass ist ein Muss – egal wie teuer das wird.

Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, dass wir auf dem ersten Trip einen sogenannten “Fast Pass” kaufen konnten. War nicht ganz billig, aber ermöglichte das “Vordrängeln” an den beliebtesten Attraktionen wie z.B. dem Space Mountain.

Diesen Pass wollte ich unbedingt wieder haben. Also versuchte ich im Vorfeld zu recherchieren, wie teuer dieser Pass mittlerweile geworden ist. Ich musste aber mit Entsetzen feststellen, dass Disney das System geändert hat. Mittlerweile gibt es 3 verschiedene Fast Pässe, die ich hier im Detail erläutern möchte:

Der Fast Pass

Jeder Besucher hat die Möglichkeit sich an den entsprechenden Attraktionen ein Fast-Pass-Ticket. Achtung: Nicht alle Karussells und Achterbahnen haben diesen speziellen Eingang.

Auf dem Ticket steht eine Uhrzeit und der Inhaber hat dann die Möglichkeit zu dieser Uhrzeit einmalig den gesonderten Eingang zu nutzen, der die lange Warteschlange halbwegs umgeht.

Man bekommt zu jeder Zeit nur einen Fast Pass. Das bedeutet, beispielsweise: Es ist 11 Uhr morgens. Ich ziehe einen Fast Pass für “The Temple of Peril”. Dieser ist für 13:00-13:30 gültig. Dann darf ich erst um 13:30 einen Fast Pass für “Thunder Mountain” ziehen.

Soweit so logisch und gut. Was ich aber beobachten konnte: Die Fast Pass Automaten waren teilweise schon gegen Mittag geschlossen weil bereits alle Zeitspannen vergeben waren.

Fazit: Diese Option ist für mich nicht akzeptabel.

Der “Hotel” Fast Pass

Diese Variante des Fast Pass bekommt jeder Gast des Disney Hotels  oder Gäste der angeschlossenen Hotels in den gehobenen Zimmerkategorien (sogenannte “Club”-Zimmer z.B. in der Sequoia Lodge oder im New Port Bay)

Es gibt pro Tag und Person genau einen Fast Pass, der an einer beliebigen Attraktion eingesetzt werden kann. Für alle anderen Attraktionen oder einer zweiten Fahrt auf der Lieblingsachterbahn muss man dann trotzdem an die Automaten gehen.

Dieser Pass gilt nicht zwischen 13 und 16 Uhr

Fazit: WTF? Man zahlt ein unglaublich teures Zimmer und darf trotzdem nur einmal vordrängeln? Nein danke.

Der “VIP” Fast Pass

Immer den Fast Pass Eingang nutzen. So oft wie ich will. Also wirklich immer. Ohne Zeiteinschränkung oder sonstige Limitation.

Bingo. Den möchte ich bitte.

Wie? Den kann man nicht kaufen? Ich muss dafür eine Suite buchen? Ok.

Leider findet man die Suiten nicht auf den Buchungsseiten der Disney Hotels. Stattdessen wird eine Telefonnummer angezeigt, an die man sich wenden soll. Na gut.

Warten, warten, warten. Die Warteschleifenmusik von Disney verfolgt mich mittlerweile in Alpträumen.

Nach unzähligen Versuchen spreche ich tatsächlich mal mit einem Menschen. Die freundliche Dame am anderen Ende teilt mir mit, dass es Suiten nur für maximal 4 Personen gibt. Wir sind aber 5…. und  schon bin ich wieder in der Warteschleife.

Gefühlte Ewigkeiten später sind wir wieder im Gespräch. Man könne mir eine Suite und ein Club Zimmer anbieten, die mit einer Tür verbunden sind. Auf Nachfrage teilte sie mir dann mit, ich würde aber nur 3 VIP Pässe und 2 Hotel Pässe bekommen. Das traf jetzt nicht ganz meine Vorstellung.

Eloquent und raffiniert konnte ich die gute Dame aber dazu überreden, mir diese beiden Zimmer und 5 VIP Pässe zu geben.

Fazit: Der VIP Fast Pass funktioniert.

  • Er schont die Nerven wenn man mit drei kleinen Mädchen unterwegs ist
  • Der Eintritt zu den entsprechenden Attraktionen hat immer reibungslos funktioniert (Beispiel: statt 110 Minuten Wartezeit verbrachten wir nur 15 Minuten in den Gängen des Space Mountain wo wir allerdings auch genügend anzuschauen hatten).
  • Leider gilt der VIP Fast Pass nur an den entsprechenden Attraktionen, so dass man tolle Fahrten wie z.B. den Crush Coaster trotzdem nur machen kann, wenn man sich ein Ticket zieht oder seeeeehr lange wartet. Hier könnte Disney gerne nochmal nachjustieren und Attraktionen tauschen.
  • Es ist teuer. Verdammt teuer. Zwei Nächte in einer Suite inklusive Eintritt in die Parks bringen locker eine vierstellige Zahl auf die Rechnung.

Wissenswertes

Auf meinen Recherchen habe ich folgendes gelernt:

  • VIP Fast Pässe sind nicht übertragbar! Den Namen kontrolliert hat aber an den drei Tagen niemand.
  • VIP Fast Pässe gelten nur an bestimmten Tagen. An den meisten Attraktionen wurde das nicht kontrolliert. Aber: es reicht EINE Kontrolle und die Pässe sind weg.

Daher: Finger weg von dubiosen Angeboten auf Ebay. Die VIP Fast Pässe, die man guten Gewissens nutzen kann gibt es nur mit den entsprechenden Zimmern der Hotels.

Gerücht

Fakt ist: das aktuelle Fast Pass System ist Mist und funktioniert nur leidlich gut. Ich habe aber jetzt schon mehrfach davon gehört und gelesen: Disney plant, das alte System wieder einzuführen. Der mögliche Fast Pass “Premium” soll dann wohl 90 Euro pro Person und Tag kosten. Ob das wirklich stimmt und wenn ja, wann das eingeführt werden soll, kann allerdings niemand mit Gewissheit sagen. Disney selbst hüllt sich dabei natürlich in Schweigen.

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